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                <title>Ohm Anton an Julius, Bergheimerdorf, 26. Juli 1866</title>
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            <editionStmt><p>Julius und Barbara. Ein rheinischer Familienbriefwechsel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
                Herausgegeben von Stefan Dumont. Berlin 2025. <ref target="http://julius-und-barbara.de">http://julius-und-barbara.de</ref></p></editionStmt>
            <publicationStmt><publisher><ref target="http://orcid.org/0000-0002-6923-0950">Stefan Dumont</ref></publisher><pubPlace ref="http://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><idno type="URLWeb">http://julius-und-barbara.de/D18660726.html</idno><idno type="URLXML">http://julius-und-barbara.de/D18660726.xml</idno><date when="2025-10-08+02:00"/></publicationStmt>
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                        <p>4° gefaltet, nur die erste Seite beschrieben. Auf der ersten Seite oben
                            links ein Bath-Stempel. Auf der letzten Seite links oben Siegelwachs mit
                            „JD“. Das Postskriptum ist auf der ersten Seite am linken Rand
                            notiert.</p>
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                    <persName key="DP0003">Ohm Anton</persName>
                    <placeName key="DO0007">Bergheimerdorf</placeName>
                    <date when="1866-07-26"/>
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                    <persName key="DP0001">Julius Dumont</persName>
                    <placeName key="DO0003">Frankfurt am Main</placeName>
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                <opener>
                    <dateline>Bergheimerdorf am 26ten Juli 1866</dateline>
					<salute>Lieber Neffe!</salute>
                </opener>
				<p>Diese Nacht 1 Uhr ist Bärbchen glücklich <lb/>von einem kräftigen Jungen entbunden
                    <lb/>worden. Die Entbindung hat leicht und <lb/>gut abgegangen, Bärbchen und der
                        <rs key="DP0004">kleine <lb/>Prinz</rs> sind beide recht wohl
                    und hat letzterer <lb/>seine kräftige Stimme schon mehre male <lb/>geübt. Unser
                        <del rendition="#s">F</del> alle Freude können Sie <lb/>sich leicht denken.
                    Wir haben gleichzeitig <lb/>nach Konigswinter geschrieben, damit Papa <lb/>und
                    Mama Dumont hierherkommen, die <lb/>Taufe wird bei deren Eintreffen,
                        wahrschein<lb break="no"/>lich am Samstag Nachmittag statt finden.</p>
                <p>Bärbchen läßt Sie freundlichst grüßen, und <lb/>freut sich Ihnen bei Ihrer Zurück
                    kunft einen <lb/>so schönen kräftigen Sohn in die Arme <lb/>legen zu können.
                    Sonst Nichts Neues, es sind <lb/>Aussichten zum Frieden, gebe Gott, daß sich
                    <lb/>dieselben verwirklichen und wir Sie denn bald <lb/>wieder bei uns
                    haben.</p>
				<closer>
					<salute>In dieser Erwartung grüßen wir Alle <lb/>Sie recht <del rendition="#s">recht</del>
                        herzlich. besonders</salute>
					<signed>Ihr Ohm A. Richter</signed>
				</closer>
            </div>
            <postscript>
                <p>Diesen Brief habe ich unter Ihrer Privat:Adreße gesandt, damit Sie denselbe
                    <lb/>baldigst erhalten, einen ähnlichen habe ich als Feldpostbrief abgehn laßen. </p>
            </postscript>
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