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                <title>Julius an Ba</title>
                <title>rbara, Wesel, 8. September 1866</title>
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            <editionStmt><p>Julius und Barbara. Ein rheinischer Familienbriefwechsel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
                Herausgegeben von Stefan Dumont. Berlin 2025. <ref target="http://julius-und-barbara.de">http://julius-und-barbara.de</ref></p></editionStmt>
            <publicationStmt><publisher><ref target="http://orcid.org/0000-0002-6923-0950">Stefan Dumont</ref></publisher><pubPlace ref="http://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><idno type="URLWeb">http://julius-und-barbara.de/D18660908.html</idno><idno type="URLXML">http://julius-und-barbara.de/D18660908.xml</idno><date when="2026-06-02+02:00"/></publicationStmt>
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                        <idno>keine Signatur vergeben</idno>
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                    <persName key="DP0001">Julius Dumont</persName>
                    <placeName key="DO0006">Wesel</placeName>
                    <date when="1866-09-08"/>
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                    <persName key="DP0002">Barbara Dumont</persName>
                    <placeName key="DO0007">Bergheimerdorf</placeName>
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                    <dateline>Wesel, den 8/9 1866</dateline>
					<salute>Mein herzensliebes Bärbchen!</salute>
                </opener>
				<p>Gestern Freitag Abend 8 1/2 Uhr bin ich <lb/>als Quartiermacher des Bataillons
                    <lb/>wohlerhalten in Wesel eingetrof<lb break="no"/>fen; die Fahrt von <hi rendition="#aq">Hannover</hi> dau<g ref="#typoHyphen"/><lb break="no"/>erte
                    von Morgens 7 1/2 Uhr und kannst  <lb/>Du dir vorstellen, wie ermüdet <lb/>ich
                    gewesen bin. Das Bataillon fährt <lb/>heute Mittag 1 1/2 Uhr von <placeName key="DO0013"><hi rendition="#aq">Hannover</hi></placeName>
                    <lb/>ab und trifft gegen Mitternacht hier <lb/>ein; der Spektakel wird großartig
                    <lb/>sein und die Landwehr nebs den <lb/>Einwohnern Wesels in voller Aufregung
                    <lb/>sich befinden. Morgen Sonntag morgen <lb/>beginnt die Auskleidung der
                        Mann<lb break="no"/>schaften und wäre denn der Feldzug <lb/>mit Gottes Hülfe
                    glücklich beendigt. </p>
                <p>Es ist noch zweifelhaft, ob ich mor<lb break="no"/>gen bei dir sein kann, indem
                    du dir <lb/>leicht vorstellen wirst, daß ich nicht ohne <lb/>Weiteresvon hier
                    fort kann; ich werde <lb/>heute Nacht sofort um Entlassung <lb/>einkommen,
                    schleunigst nach Calcar <lb/>eilen und von dort nach <hi rendition="#aq">Bergheim</hi>
                    <lb/>reisen. Kann dann aber keinesfalls<pb n="2"/>
                    <lb/>vor Morgen Sonntag Abend 9 Uhr bei dir <lb/>sein, indem ich erst um 8 Uhr
                    von hier oder <lb/>vielmehr von <placeName key="DO0008">Calcar</placeName> fort
                    kann. Hatte ich <lb/>mich doch mit Bestimmheit darauf gefreut <lb/>Sonntag
                    Morgen in Bergheim aufstehen <lb/>zu können; der Düsseldorfer Bataillon<g ref="#typoHyphen"/><lb break="no"/>führer zuerst und ist auf diese Weise
                    <lb/>meine Freude vereitelt worden.</p>
                <p>Trösten wir uns also und danken <lb/>dem lieben Gott für die Freude <lb/>der
                    Wiederkehr!</p>
                <p>Hoffentlich trifft dich mein Brief nebst <lb/>den Uebrigen im besten Wohlsein an;
                    <lb/>unser Fränzchen ist hoffentlich auch wohl <lb/>und gesund; wie freue ich
                    mich darauf, <lb/>ihn morgen Abend in meine Arme nehmen <lb/>zu können.</p>
				<closer>
					<salute>Viele herzliche Grüße an Euch Alle, <lb/>insbesondere von <lb/>Deinem dich
                        treuliebenden</salute>
					<signed>Julius</signed>
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