Metadaten
Absender:in Julius Dumont
Schreibort
Datum Mittwoch, 17.09.1873
Empfänger:in Josephine Dumont
Empfangsort
Archiv Privatbesitz
Materialität 4°, gefaltet. Es fehlen Datumszeile und Anrede, anscheinend fehlt das erste Blatt des Briefes mit vier Seiten. Das Postskriptum ist von Franz, dem siebenjährigen Sohn.
Status

In Bearbeitung


Julius an seine Schwester Josephine (mit einem Postskriptum seines Sohnes Franz), 17. September 1873

5|Am 9ten September bin ich von hier mit Bärbchen nach Oberstein & Idar gereist dem Glanzpunkte des Nahethals; wo Mutter auch gewesen ist; ich fuhr von dort nach Saarbrücken, wo ich am 10ten Geschäfte hatte; mittags 2 Uhr war ich inder schönen Stadt Trier, wo ich bis donnerstag Abend blieb; es hat mir in Trier sehr gut gefallen und möchte ich dort für die Folge Notar sein; von Trier fuhr ich donnerstag Abend nach Luxemburg - herrliche Umgegend und colossale Festung - von Luxemburg fuhr ich Freitags nach der denkwürdigen Festung Bitsch - mitten im Gebirge und von den Baiern 1870 vergeblich beschossen. Freitag Abend war ich wieder in Saarbrücken und Samstag Abend wieder in - Grumbach6| diese in der That schöne Reise solltest Du mitgemacht haben - doch nun habe ich dieselbe allein machen müssen und kann jetzt so bald nicht mehr dorthin.

Gestern erhielten wir die Trauernachricht von dem Tode der Frau Notar Manstetten in Bedburg: ein harter Schlag für den Familienvater: 11 kleine Kinder, wovon das vorletzte 14 Monat und das jüngste 3 Monat alt ist.

Sage der Mutter, daß Frau Advokat Anwalt Teschemooker mit der sie nach den Spicherer Höhen in Saabrücken gefahren ist, ein Töchterchen geboren hat und sich nebst letzterm wohl befindet.

Wir sind hier Alle wohl und gesund und hoffen Gleiches von dir und der Mutter.

Also eingepackt und abgekratzt - den Beutel mit Dukaten (?)7| gespickt und ein Schnäpschen für die Thalern (?)

Wir grüßen und küssen Dich und die Mutter herzlich und bin ich dein treuer Bruder

Julius

Ich freue mich auf das Gebetbuch und die liebe Tante Josephine. Dein Neffe Franz Dumont in Grumbach den 17. September 1873.

Zitierempfehlung

Julius an seine Schwester Josephine (mit einem Postskriptum seines Sohnes Franz), 17. September 1873. In: Julius & Barbara. Ein rheinischer Familienbriefwechsel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Herausgegeben von Stefan Dumont. Berlin 2025–2026. URL: http://julius-und-barbara.de/D18730917.html [Datum des Zugriffs]