Julius an Barbara, Gießen, 17. Juli 1866
Giesen 17/7 66
Mein herzensliebes Bärbchen!
Wie du siehst, sind wir eine gehörige Strecke weiter gefahren, als ich dir in meinem Briefe angegeben hatte; ich bin wohl und gesund hier angekommen und habe ein sehr gutes Quartier.
Wir bleiben einige Tage hier um uns mit den Bremensern, Oldenburgern, Hamburgern zu vereinigen und dann wahrscheinlich nach Frankfurt a/Main zu marschieren, welche Stadt schon jetzt von den Preußen besetzt ist.
Ich habe in banger Erwartung Deines Antwortschreibens, welches mir hoffentlich Freude machen wird
Bbeifolgendes Paquet enthält einige überflüssige Gegenstände, welche du aufheben magst
Hoffentlich erfreut Ihr Euch noch Alle des besten Wohlseins2| und erhalte ich baldigst das lang ersehnte Schreiben; den Brief meines Kompagnieführers hast Du hoffentlich gelesen
Ich bin heute eilig, indem ich auch Dienst habe, auch der Brief zur Post muss.
Viele herzliche Grüße an Euch Alle insbesondere den herzlichsten Gruß und innigsten Kuss von Deinem dich treuliebenden Gatten
Dumont
Zitierempfehlung
Julius an Barbara, Gießen, 17. Juli 1866. In: Julius & Barbara. Ein rheinischer Familienbriefwechsel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Herausgegeben von Stefan Dumont. Berlin 2025. URL: http://julius-und-barbara.de/D18660717.html [Datum des Zugriffs]